Über Father Placid

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Hier erfahren Sie etwas über mein Land, meine Sprache und über mich.

Vorwort, Danksagung:

Grüß Gott. Zuerst möchte ich mich ganz herzlich für die große Hilfe bedanken die mir, überall wo ich hinkomme, entgegen gebracht wird. Die Menschen hier sind sehr hilfsbereit und mir gegenüber immer sehr aufgeschlossen und freundlich. Als ich letztes Jahr wieder zurück nach Uganda flog, konnte ich mein Glück gar nicht fassen. Der Herr hat mir Menschen geschickt, die mir helfen wollen einen Brunnen in meinem Dorf zu bauen. Und dieses Jahr, während ich gerade wieder in Fulda die Vertretung übernommen hatte, war es dann schon soweit. Der Brunnen wurde erfolgreich gebohrt und gebaut. Dafür bin ich allen Menschen, die das möglich gemacht haben, in Ewigkeit dankbar. Danke, danke, danke. In meiner Heimatsprache heißt das „Webale muno“ (ausgesprochen „Wäwalä mu no). Herzlichen Dank! Danke Herr! Ich freue mich so sehr. Meine lieben Mitmenschen aus Bugahya freuen sich riesig und sind Ihnen auch so unendlich dankbar.

Dieser neue Trinkwasser-Brunnen wird unser Leben in Bugahya nachhaltig verbessern. Die Frauen und Kinder haben nun mehr Zeit für wichtigere Dinge. Wir sind jetzt auch nicht mehr von den vielen Gefahren von Krankheiten bedroht, denen wir bisher durch das schmutzigen Wasser ausgesetzt waren. Dadurch bleiben wir gesund. Durch diesen Brunnen haben wir ein kleines Stückchen erste Infrastruktur gewonnen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sich das anfühlt. Viele Menschen werden in Uganda aufgrund der schlechten Wasserversorgung krank. Viele werden so krank, dass sie nicht mehr arbeiten und ihre Kinder versorgen können. Dadurch gibt es in Uganda so viele Waisenkinder, die oft niemanden mehr haben und ganz allein auf sich gestellt sind. Mein Ziel ist es, wenigstens einigen dieser Waisenkinder helfen zu können.

Durch das saubere Trinkwasser wurde Bugahya nun der ideale Standort für mein geplantes Waisenhaus. Meine Eltern, meine Schwester, meine 2 Brüder und ich kümmern uns um einige arme Kinder, die sonst niemanden haben, der sich um sie kümmern kann. Mein großer Traum ist es ein großes Haus zu bauen, in dem die Kinder mit uns wie in einer richtigen Familie leben können. Wir wollen diesen Kindern eine hoffnungsvolle Zukunft und ein menschenwürdiges Leben bieten. Ich bin für jede Spende sehr dankbar, aber bitte glauben Sie mir, ich habe auch die Sorge, dass Menschen denken könnten „der kommt doch nur nach Deutschland, um Spendengelder einzusammeln und geht dann wieder zurück“. Ich verspreche Ihnen hiermit, dass ich mich selbst (oder meine Familie oder Freunde) niemals an Spendengeldern persönlich bereichern werde. Der Herr sei mein Zeuge!

Nun zu mir und meinem Lebenslauf.

Geburtstag: 12.11.1980

Geburtsort: Bugahya/Uganda

In Uganda ist die offizielle Amtssprache Englisch und Swahili.
Mehr Details über Uganda findet man in Wikipedia.

Hier ein kleines Wörterbuch für alle die ein wenig Interesse an meiner Heimatsprache haben.


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Ich bin bei meinen Eltern in Bugahya aufgewachsen. Meine Eltern leben von Gemüse- und Fruchtanbau. Es werden immer wieder unterschiedliche Gemüse- und Fruchtsorten angebaut. Mal Kartoffeln, Erdnüsse, Bananen, Bohnen und Reis und vieles mehr. Die Ernte wird auf dem lokalen Marktplatz in der Nähe von Bugahya verkauft. Früher hat mein Vater auch noch Bananenschnaps selbst gebrannt.

Als Junge besuchte ich von 1987 bis 1995 die Grund-/Hauptschule in Maberenga. Ich musste jeden Tag ca. 3,5 Km zur Schule laufen und nach der Schule wieder zurück.

Ab 1996 besuchte ich die Secondary Scool in Hoima (die kleine Priesterschule) wo ich 2001 mein Abitur absolvierte.

Von 2002 bis 2005 studierte ich Philosophie in Kampala. Ab 2006 machte ich ein pastorales Jahr in Uganda in 2 verschiedenen Pfarreien. Ab September 2006 bis 2010 studierte ich dann Theologie in Kampala.

Das Jahr 2010 war das größte Ereignis in meinem Leben, da bekam ich vom Bistum Hoima meine Priesterweihe. Das war am 17.07.2010. Diesen Tag werde ich nie vergessen.

2012 besuchte ich das erste Mal Deutschland für einen Besuch bei einer Familie in Fulda, die ich von der Partnerschaft der Bistümer Hoima und Fulda kenne.
Die Tochter dieser Familie war in ihrem sozialem Jahr 9 Monate zu Besuch im Bistum Hoima.

2013 übernahm ich zum ersten Mal die Urlaubsvertretung im Bistum Fulda und in der Pfarrei Warngau (Bistum München und Freising). Nach Warngau kam ich weil ich mich als Urlaubsvertretung beim Bistum München und Freising beworben hatte. Da damals gerade in Warngau eine Uraubsvertretung benötigt wurde, kam ich so in diese wunderbare Pfarrgemeinde Warngau.

2014 – Erneut Urlaubsvertretung in Fulda und in Warngau.

2015 – Erneut Urlaubsvertretung in Fulda und in Warngau.

Deutschland gefällt mir sehr gut und komme gerne nach Deutschland. Es ist ganz anders als meine Heimat. Alles ist so schön grün und die Menschen haben schöne Häuser die sie immer sehr ordentlich haben. Aber in Deutschland ist es sehr kalt wenn es regnet. Das bin ich nicht gewohnt, darum friere ich auch im Juli und August in Deutschland.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich hier sein darf!

Pfüad eich

Euer Father Placid

Ps.

Wenn ich zuhause in meiner Pfarrei bin, dann verwende ich wegen unseren schlechten Straßen für meinen Pfarrdienst am liebsten mein Motorrad. Damit komme ich überall schnell hin.

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